Lucie Králíková

Landschaftsarchitektin und Performerin. Studierte Landschaftsarchitektur, neben der Planung von Gärten entwickelt sie Performances, die vorwiegend auf Landschaften, Pflanzen, Erinnerungen und Rituale Bezug nehmen, diese wiederbeleben und auf natürliche Weise in das Leben der Menschen von heute zurückholen. Ausgehend von einer professionellen Untersuchung einer Landschaft und ihrer Pflanzen reflektieren ihre Arbeiten die Beziehungen und Gebräuche in ihrer traditionellen Auffassung und deren zeitgenössischen Wert. Aus Liebe zu den Blumen, der Natur und der Stadt hat sie mit Klára Zahradníčková 2011 die künstlerisch-ökologische Plattform Efemér gegründet. Seit 2015 arbeitet sie allein unter diesem Label, wobei sie sich stärker auf dessen künstlerischen Aspekt konzentriert. Sie züchtet selbst Blumen, die sie zu Kunstobjekten mit ästhetischen und kulturellen Qualitäten verarbeitet, die auch als Möglichkeit dienen, Landschaften und ihre lokale Flora zu entdecken und zu erforschen. 

Für das Projekt hat die Künstlerin ein konzeptionelles Werk geschaffen, das auf Partizipation einzelner Interessierter basiert. Sie hat Schachteln mit Stücken alter Stoffe gefüllt und eine Nachricht dazugelegt, die dazu auffordert, den Stoff an sie zurückzugeben, so dass sie die einzelnen Stücke nachfolgend zu einem Gewand zusammennähen kann. Dieses Gewand trägt dann einen völlig einzigartigen Gehalt und eine Botschaft in sich.

Landscape architect and performance artist. She majored in landscape architecture but moved beyond the field to performance art, primarily referencing landscape, plants, memories and rituals, and revitalising and returning them to people today. An in-‑depth study of the landscape and plants, plus reflections on the relations and customs among traditional conceptions and their current value, guide her work. Given her deep love for flowers, nature and the city, she cofounded the art-‑ecological platform Efemér in 2011. Since 2015 she has been working under this brand, focusing ever more on its creative part. She grows her own flowers and uses them to create art objects with aesthetic and cultural import, allowing discovery and exploration of landscape and local flora. Her original book Svátosti [Sacraments] (2020) featured her own learning from the new ritualisation.The artist created for the project a conceptual piece that is based on the participation of the audience themselves. In the boxes, she placed old pieces of material and messages that invited people to return the fragments so that she could then sew them into a gown. This will then be imbued with a unique meaning and message.