Bildhauerin. Studierte bei Lukáš Rittstein an der Akademie der Künste (AVU) in Prag. Ihr langjähriges Interesse gilt der Suburbanisierung, deren problematische Aspekte und strukturiertes Durcheinander sie in den bildhauerisch-visuellen Ausdruck implementiert. Die Faszination für die dauerhafte Aufzeichnung und die unauslöschlichen Spuren der menschlichen Existenz bilden für sie ein fruchtbares schöpferische Feld, das jeder Mensch mit dem, was er tut, selbst bestellt. Ihre Arbeiten kritisieren den Stand der Dinge nicht unbedingt, sondern bemühen sich vielmehr, das Thema, das zu den wesentlichen Themen der Gegenwart zu gehören scheint, zu vermitteln. Sie würdigt die Schönheit des Augenblicks, denn die Vergänglichkeit der Dinge hat einen einfachen Grund. Sie gibt dem Leben Sinn. 

Für das Projekt hat die Künstlerin ein negatives Relief mit Resten der Grundrisse einer Behausung geschaffen. Es modelliert unseren Anspruch auf das Bedürfnis Häuser zu besitzen und fungiert ganz allgemein als Symbol der materiellen Welt. Das Fehlen der Materialität und die Reduzierung auf einen reinen Abdruck kann die Vergänglichkeit vorwegnehmen, aber auch den Wunsch ausdrücken, nicht weiter durch ständige flächige Bebauung in die Landschaft einzugreifen, indem die Städte weiter in den freien Landschaftsraum hinaus expandieren. Als Material wurden der Kunststein Acrystal und recyceltes Schaumgummi gewählt. Für den Abguss werden die Reste vorangegangener Abgüsse verwendet, wodurch jedes Einzelstück ästhetisch nachbearbeitet wird. Die Schaumgummischicht erfüllt sowohl eine Schutz-, als auch eine visuelle Funktion. Mit ihrer Struktur steht sie den recycelten Fragmenten nahe, die in der Acrystalmasse sedimentieren.

Sculptor. She graduated from the sculpture department of Lukáš Rittstein at the Academy of Fine Art in Prague. Her long‑term interest is the subject of suburbanisation, incorporating its issues and structural disorder into her sculptural‑visual expression. A fascination with permanent records and indelible traces of human existence creates for her fertile creative ground that a person alone cultivates through what she does. She does not criticise the state of things in her work, but rather attempts to mediate the theme that currently seems to be one of the fundamental ones. She recognises the importance in the beauty of the moment because the transience of things happens for one simple reason: to give life meaning.

For the project, the artist created a negative relief with remnants of a floorplan of a dwelling. It depicts our demands to need our own home and more generally as a symbol of the material world. Absence of the material and reduction to a mere imprint can suggest transience, but also the desire to no longer encroach on the landscape with constant large‑scale construction where cities sprawl into open natural spaces. The chosen material is artificial stone Acrystal and recycled foam. Residues from the previous casting are used in the casting itself, which aesthetically complete each piece. The foam layer serves both a protective and visual function. Its structure is close to the recycled fragments that settle in the Acrystal mass.